Damen

Allgemeines

Saison 2011/2012

 

Handball Badenliga: Spannung vor dem Saisonbeginn steigt

Die erste Badenligasaison gehört für die Brühler Damen längst der Vergangenheit an. Eine Saison, die aus sportlicher Sicht ein voller Erfolg war, denn mit Platz sechs hatten nur die Wenigsten gerechnet. Jetzt, nachdem die Aufstiegseuphorie verflogen ist, gilt es im zweiten Jahr erneut alle Kräfte zu bündeln, damit die neue Spielzeit ähnlich erfolgreich verlaufen kann. Ein Zuckerschlecken wird das nicht, denn die Liga wird alleine durch die prominenten BWOL-Absteiger ungleich stärker sein, als vor Jahresfrist. Außerdem gibt es Klubs, die personell stark aufgerüstet haben. Solche Verfahrensweisen gibt es beim TV Brühl nicht.
Trainer Markus Pfeifer setzt weiter auf die jugendliche Unbekümmertheit seiner Mädels, immerhin spielt fast die Hälfte des aktuellen Kaders noch in der eigenen A-Jugend. Das hat in der abgelaufenen Saison bestens funktioniert: „ die Integration der Jugendspielerinnen steht an erster Stelle, deren Leistungen werden sich sicher weiter stabilisieren, das tut dem ganzen Team gut. Die Marschrichtung geben die erfahrenen Spielerinnen vor“. In Zugzwang sieht er seine Mannschaft nicht, das angestrebte Ziel ist ein gesicherter Mittelfeldplatz. Favoriten sind andere, wie etwa Ketsch 2 und Rot.
Eine Premiere wird es auf der Brühler Bank geben. Mit dem Übungsleiter der weiblichen A-Jugend, Jack-Roland Klimek, wird erstmals ein Co-Trainer mit von der Partie sein. Er dient als Bindeglied zwischen den beiden Teams und bringt seine jahrzehntelange Erfahrung mit ein, das kann nur von Vorteil sein. Die Brühler Mannschaft selbst ist in großen Teilen identisch mit der des Vorjahres. Lediglich Lisa Heckmann hat Brühl studienbedingt verlassen und Torhüterin Sabine Wacker beendete ihre Karriere. So kann Trainer Markus Pfeifer weiter auf seine „Führungsspielerinnen“ setzen: auf die erfahrene Virginie Zimmermann im Tor und die Spielmacherinnen Kerstin Siebenlist und Anja Hirsch. Der Rückraum, der durch Julia Werle bestens  komplettiert wird, hat weiter an Durchschlagskraft und Spielfreude gewonnen und wird so manche Gegnern die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Am Kreis wirbeln mit Anja Wagner und Anja Gross zwei A-Jugendliche die Abwehrformationen durcheinander, die Außenpositionen – rechts – sind mit Sina Pietsch und der jungen Maike Röschel (A-Jugend) gut besetzt, ebenso – links – mit der erfahrenen Bibi Obsada und der schnellen Lisa Bühn (A-Jugend). Im zentralen Abwehrbereich kommt Lisa Naber (A-Jugend) bereits im Jahr zwei bei den Damen eine Schlüsselrolle zu. Schließlich steht mit Jessica Fürst eine junge Torhüterin im Focus, die sich weiter verbessert hat und auf ihren Einsatz brennt. 
Um diesen Stamm gesellen sich Verstärkungen in Form von Neuzugängen. Zwei weitere Rückraumspielerinnen haben den Weg nach Brühl gefunden: Lucie Kochendörfer kommt vom BWOL-Absteiger Bammental, Yvonne Fischer von der Post SG Mannheim. Dazu gesellen sich mit Rechtsaußen Katja Schwarz vom VTV Mundenheim und Torhüterin Laura-Romana Adler, ehemals TSG Ketsch, zwei weitere A-Jugend Spielerinnen. Die Saisonvorbereitung mit vielen Trainingseinheiten und immerhin bis dato 14 Trainingsspielen verlief effektiv und richtungsweisend. Trainer Markus Pfeifer wollte vor allem das Tempospiel und das Rückzugsverhalten optimiert sehen. Dies ist seiner Mannschaft über weite Strecken gelungen. Jedenfalls geht der TV Brühl mit viel Selbstvertrauen in eine spannungsgeladene Handballsaison, die am 25. September mit dem Heimspiel gegen die starke Germania aus Malsch ihren Anfang nimmt.                                                                   
ako

 

 

Hinten v.l.n.r.: Anja Hirsch, Sina Pietsch, Maike Röschel, Kerstin Siebenlist, Julia Werle und Bibi Obsada.

vorne v.l.n.r.: Lisa Naber, Anja Gross, Katja Schwarz, Anja Wagner, Virginie Zimmermann und Trainer Markus Pfeifer.

Es fehlen: Lisa Bühn, Lucie Kochendörfer, Yvonne Fischer, Co-Trainer Jack-Roland Klimek, Jessica Fürst und Laura-Romana Adler.

Bild: DNG Design

 

Albert Konieczny mit Lisa Naber und Lisa Bühn im Gespräch

Im zweiten Jahr ihrer Badenliga-Zugehörigkeit wollen sich die Brühler Damen erneut behaupten und eine gute Rolle spielen. Stellvertretend für die junge Generation beim TVB beleuchten Lisa Naber (Jahrgang 94)und Lisa Bühn (Jahrgang 93) die sportliche Situation.
Die Saisonvorbereitungen sind nahezu abgeschlossen. Wie lief es denn im Vorfeld?
L. Naber: Aus meiner Sicht ganz gut. In den meisten Trainingsspielen haben wir nicht schlecht gespielt. Die Mannschaft ist weiter zusammengewachsen und die vielen jungen Spielerinnen sind spielerisch schon weiter wie im letzten Jahr.
Wo seht Ihr den TV Brühl in der neuen Saison?
L. Bühn: Wir wissen alle, dass es sehr schwer wird. Aber wir werden alles geben und hoffen, dass es am Ende für einen Mittelplatz reicht. Die Abwehrarbeit wird eine große Rolle spielen. Die galt es zu verbessern und daran haben wir hart gearbeitet.
Wer sind die Favoriten und was macht den Unterscheid?
L. Naber: Ich denke Ketsch, Rot und Malsch. Die haben viele erfahrene Spielerinnen, die sind abgezockter und cleverer.
Wie sieht es mit dem Teamgeist in Eurer Mannschaft aus und wie geht Ihr mit dem Druck um?
L. Naber: In unserer Mannschaft stimmt alles. Druck haben wir keinen, den machen wir uns selbst, weil wir oft an uns selbst zweifeln. Unser Trainer versucht, uns in vielen Gesprächen aufzubauen und den Druck zu nehmen.
L. Bühn: Wir selbst legen uns die Meßlatte oft zu hoch. Aber das kann auch positiv sein, uns weiter anspornen.
Die jugendliche Unbekümmertheit, dazu die Doppelbelastung durch A-Jugend und Damen, eher ein Vor- oder Nachteil?
L. Naber: Das ist kein Nachteil. Wir sind ehrgeizig, dazu schenkt uns der Trainer sehr viel Vertrauen, das ist für uns unglaublich wichtig. Dazu zeigen uns die erfahrenen Spielerinnen, wo es lang geht.
L. Bühn: Am Anfang war das schon schwierig, aber jetzt ist es von Vorteil. Dass wir bei den Damen mitspielen dürfen, gibt uns mehr Sicherheit im Spiel, das können wir dann gerade in der A-Jugend gut umsetzen.        
Was wollt Ihr mit dem TV Brühl erreichen?
L. Bühn: Attraktiven Handball zeigen, mich spielerisch weiter zu entwickeln und mit meiner Mannschaft Erfolg zu haben.
L. Naber: Gute Leistungen bringen. Ich habe schon immer gerne in der Abwehr gespielt, da gibt es natürlich noch viel zu verbessern. Aber es macht mir unheimlich viel Spaß.
 
 

 

Spielberichte

TV Brühl steht mit leeren Händen da                                                                         
Badenliga Damen: HG Königshofen/Sachsenflur – TV Brühl 25:24 (13:11)                                       
Wenn es jemals eine unnötige Niederlage gab, dann war es diese. Nach einem Spiel voller Fehler und verpaßter Chancen standen die Brühler Damen nach 60 Minuten mit leeren Händen da. Gegen einen kämpferisch guten, aber spielerisch keinesfalls übermächtigen Gegner kassierten die Brühlerinnen mit dem 24:25 nicht nur eine völlig überflüssige Niederlage, sondern büßten gleichzeitig die Chance zum Sprung auf Tabellenplatz vier ein. Dabei lag ein Brühler Erfolg praktisch während des gesamten Spieles immer in Reichweite. Aber unzählige, nie gekannte, technische Fehler, dazu Ballverluste und schwache Abschlüsse ließen ein besseres Ergebnis einfach nicht zu. Das mußten auch die mit einem Sonderbus mitgereisten Brühler Anhänger miterleben und durch etliche Wechselbäder der Gefühle gehen. Der TVB, bei dem die angeschlagenen Anja Hirsch und Maike Röschel nicht einsatzfähig waren, begann selbstbewußt und mit einer offensiven 5:1 Deckung. Die beiden Spielmacherinnen, bei der HG Corinna Schmitt und bei Brühl Kerstin Siebenlist neutralisierten sich mehr oder weniger selbst und setzten dadurch bedingt in der Offensive kaum eigene Akzente. Während sich bei den Gastgeberinnen durch viel Laufarbeit immer wieder am Kreis freie Anspielstationen fanden, suchten die Brühlerinnen ihr Heil in Tempogegenstößen und durch das Einbeziehen der Außenspielerinnen. Aber gerade in der Vorwärtsbewegung schlichen sich viele Ballverluste ein, die es der HG immer wieder ermöglichte, zu einfachen Toren zu gelangen. Auf der Anzeigentafel waren in der ersten Hälfte ständig wechselnde Führungen abzulesen und erst gegen Ende der 30 Minuten gelang es der HG, sich mit drei Toren abzusetzen (11:8). Beim Pausenpfiff lag Königshofen mit 13:11 vorne.
Beim TV Brühl, der sich übrigens den Luxus dreier Torhüterinnen leistete, hütete Ines Zschiesche mit viel Erfolg den Gästekasten. Da Virginie Zimmermann nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war, war A-Jugend-Keeperin Laura-Romana Adler ebenfalls mit von der Partie. Bis zum 16:14 für die HG tat sich zunächst nicht übermäßig viel. Plötzlich verloren die Brühlerinnen anscheinend vollends den Faden, denn Königshofen führte 20:15. Doch das Spiel kostete den Gastgeberinnen jede Menge Kräfte, deren Ergebnis auch mehrere Zeitstrafen waren. Jetzt kam die beste Zeit für den TV Brühl, denn im Nu hatten sie fünf Tore in Folge erzielt und ausgeglichen (20:20). Aber auch Brühler Unzulänglichkeiten wurden mit Zeitstrafen belegt, die von der HG prompt genutzt wurden. Als Königshofens Corinna Schmitt acht Minuten vor Schluß nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte sah, erhielten die Brühlerinnen noch einmal die Chance, den Match eine Wende zu geben. Aber auch die Möglichkeiten nach dem erneuten Ausgleich zum 23:23 wurden allzu leichtfertig vertan, so daß am Ende die Gastgeberinnen nicht einmal unverdient mit 25:24 die Nase vorn hatten.                                                        
TV Brühl: Zimmermann, Zschiesche, Adler; Werle (10/1), Siebenlist (6/2), Pietsch, Obsada (1), Wagner, Naber (1), Gross (1), Schwarz (3), Bühn (2), Fischer.                                                                                               
ako          

Tabelle

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Aktueller Tabellenstand

Platz MannschaftSpieleSUNTorePunkte
1 TSG Ketsch 2 17 15 2 0 560 : 427 32 : 2
2 TSV Germania Malsch 17 16 0 1 475 : 344 32 : 2
3 TG Neureut 17 13 0 4 450 : 371 26 : 8
4 SG St. Leon 16 8 4 4 381 : 362 20 : 12
5 TV Brühl 17 9 2 6 494 : 470 20 : 14
6 SG Nußloch 17 9 0 8 452 : 425 18 : 16
7 TSV Rot 16 6 2 8 438 : 457 14 : 18
8 HG Königshofen/Sachsenflur 16 5 1 10 361 : 405 11 : 21
9 KuSG Leimen 17 5 1 11 339 : 368 11 : 23
10 TSV Birkenau 16 5 0 11 369 : 395 10 : 22
11 TV Bammental 18 4 1 13 331 : 481 9 : 27
12 Turnerschaft Mühlburg 17 3 2 12 396 : 442 8 : 26
13 SG Heidelsheim/Helmsheim 17 3 1 13 399 : 498 7 : 27
Letzte Aktualisierung: Sa, 18.02.2012, 18:28:04h

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